Wenn Ihr alltägliches Werkzeug eine leistungsstarke Workstation ist, dann stehen die Chancen sehr gut, dass Sie auch High-Performance Computing benötigen. Philippe Trautmann von Hewlett Packard Enterprise spricht mit PW über die Veränderungen, die er auf dem heutigen Markt erkennt.

Keine Patentlösungen

Eine angemessen ausgestattete Workstation ist unerlässlich. Keine Workstation – und auch kein Netz von Workstations – wird alle Ihre Anforderungen im Hinblick auf Entwurf, Kreativität und Konstruktion erfüllen. Von High-End-Rendering über Big-Data-Analyse bis hin zur Konstruktionsoptimierung ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie auch Ihre eigenen hochleistungsstarken Rechenressourcen benötigen.

Vielleicht existieren solche Ressourcen bereits in Ihrem Unternehmen. Vielleicht sind sie in Planung. Es kann mehr oder weniger einfach sein, sie in Ihre Workflows zu integrieren. Doch schlussendlich ist es nicht bloß eine Frage der heutigen Entwurfs- und Konstruktions-Workflows. Heute geht es darum, auch den finanziellen Workflow Ihres Unternehmens zu arrangieren. 

Philippe Trautmann von Hewlett Packard Enterprise erkennt, dass seine HPC-Kunden im Wandel begriffen sind.  Das Unternehmen verfügt über eine ganze Palette von Computerprodukten, doch Herr Trautmann weiß, dass sich Computerprodukte in er heutigen Zeit nicht allein für sich in HPC-Umgebungen verkaufen. 

Das bedeutet, dass HPC-Lösungen auf einer absolut fundamentalen Ebene integriert werden. Sicherlich sind Computer „integriert“ mit ein wenig Speicher, Interconnect und Verwaltungssoftware. Auf diese Weise wurden während der letzten 10 Jahre Lösungen bereitgestellt.   

Integration von Lösungen beutet heute, mit einer Reihe von Partnern, wie etwa Mellanox, NVIDIA Ansys, und Intel, zu arbeiten. Und es bedeutet auch, hinzuhören und die echten Bedürfnisse der Kunden zu erkennen. Verwaltung der Ressourcen ist entscheidend. Dadurch ist Herr Trautmann gezwungen, mehr zu tun, als lediglich Rechencluster an Kunden zu liefern. Dies könnte auch darin bestehen, eine Anzahl von Desktop Workstations ins Rechenzentrum zu bewegen, virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) für Remote Grafik hinzuzufügen, oder mehr Teammitgliedern Zugriff auf dedizierte Hardware zu gewähren – und zwar rund um die Uhr und auf der ganzen Welt. 

 


Unternehmen müssen nicht mehr jede spezielle Lösung kaufen. Jetzt können sie Anpassungen und Änderungen nach Bedarf vornehmen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spezielle Kundenanforderungen, wie etwa VDI, bedeuten, dass HPE spezielle Lösungspakete für Kunden erstellen muss. Das können Lösungen sein, die Produkte verschiedener Partner integrieren, und es kann nach Kundenwunsch entwickelte Produkte von HPE einschließen 

Was Philippe heute feststellt ist, dass sich die Kundenwünsche nach HPC von einer herkömmlichen Lösung zu wesentlich vielfältigeren Anforderungen und wesentlich komplexeren Lösungen wandeln. Auf jeden Fall ist HPC keine eigenständige Lösung mehr, sondern wird Teil des Prozesses. Sammeln von Daten, Entwickeln eines Entwurfs, Simulation, Visualisierung, Herstellung, Lieferung und Service – es handelt sich um eine vollkommen integrierte Umgebung. 

Dies bewirkt eine andere Sichtweise der Kunden, was den Workflow betrifft. Workflows fokussieren nicht mehr auf Entwurf, Konstruktion oder Herstellung. Stattdessen sehen HPE-Kunden ihre Workflows aus einem viel weiteren Blickwinkel und in einer wesentlich umfassenderen Definition.  Viele Kunden betrachten ihre Prozesse von Konstruktion, Entwurf, Kreativität und Rechnen aus einem Blickwinkel der Fokussierung. Häufig sehen sie die Informationssysteme an sich nicht länger als ihren Teil der Aufgabe. Sie suchen nach anpassungsfähigen flexiblen Systemen und oft ist dies das Resultat eines Wechsels von einem auf Investitionskosten ausgerichteten Modell zu einem auf Betriebskosten ausgerichteten Modell. 

Diese Form von Engagement erlaubt den Kunden, ihren Rechnerbedarf zu spezifizieren, ihren Verbrauch anzupassen und nach Bedarf zu verändern – steigern, reduzieren, verändern. 

Dadurch ändert sich die Art und Weise in der Provider, wie etwa HPE, sich Zugang zum Markt verschaffen können. In vielen Fällen werden sie Hardware, Software und Lösungen anderen Dienstleistern zur Verfügung stellen, die dann wiederum Ihnen als Endverbraucher die Informationsdienstleistungen für Konstruktion und Rechenleistung anbieten. 

Sie als Kunde haben jetzt mehr Auswahl als bisher. Sie können entscheiden, alle Ihre Ressourcen vor Ort bereitzuhalten. Oder Sie können alles außerhalb Ihres Unternehmens abwickeln. Oder Sie können diese beiden Varianten kombinieren. Die Struktur Ihres IT-Verbrauchs kann teilweise unter Ihrer eigenen IT und teilweise unter einem Dienstleistungsmodell organisiert werden. Ihre Konstruktionsprojekte oder Ihre kreativen Projekte können kurzfristigen Zugang zu spezialisierten Systemen erfordern. 

Die PW-Perspektive

Wenn Sie vor 40 Jahren ein Auto gekauft haben, dann hätten Sie keinesfalls in Erwägung gezogen, eines zu leasen. Wenn Sie vor 15 oder 20 Jahren HPC-Equipment gekauft haben, dann wäre es keinesfalls eine „Dienstleistung“ gewesen. Heute verfügen Ihre Design-, Kreativ- und Konstruktionsteams über ein hohes Maß an Flexibilität und über eine große Auswahl zur Erstellung einer Umgebung, die Workstations und Rechenleistung kombiniert. Diese Flexibilität kann Ihrem Unternehmen mehr Agilität verschaffen, indem Ihre Systeme anpassungsfähiger werden. Und das ist wichtig, weil jedes Team, das eine hochleistungsstarke Workstation benötigt, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch High-Performance Computing braucht. 

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